Ein Busunternehmen mit einer Flotte von 1.400 Elektrofahrzeugen hat in seinen Depots einen Smart-Charging-Pilotversuch gestartet. Dabei werden die Ladevorgänge nicht gleichzeitig, sondern gezielt nach Netzbedarf gesteuert – Spitzenlastzeiten werden entlastet, Überschussstrom aus erneuerbaren Quellen besser genutzt.
Für Deutschland und Österreich ist das Thema hochrelevant: ÖPNV-Betriebe wie BVG, MVG oder Wiener Linien elektrifizieren ihre Busflotten in hohem Tempo. Gleichzeitig stoßen viele Depots bei der Netzanschlusskapazität an Grenzen – Smart Charging kann helfen, teure Netzausbaumaßnahmen zu vermeiden oder zumindest hinauszuzögern.
Regulatorisch schafft die überarbeitete EU-Strommarktrichtlinie einen klaren Rahmen für Demand-Response-Dienste. Netzbetreiber können flexiblen Großverbrauchern – darunter Busdepots – künftig Anreize bieten, ihre Last zu verschieben und damit zur Systemstabilität beizutragen.
Gelingt der Pilotversuch, dürfte das Interesse anderer Flottenbetreiber rasch steigen. Das Modell lässt sich potenziell auf LKW-Depots, Carsharing-Flotten und kommunale Fuhrparks übertragen – überall dort, wo viele E-Fahrzeuge gleichzeitig laden und der Netzdruck wächst.
Quelle: Electric bus depots to use smart charging to support the grid - The Driven· Basiert auf der Quelle, KI-gestütztes Rewriting.
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