Der hannoversche Energieversorger Enercity hat gemeinsam mit Volkswagen Nutzfahrzeuge einen Meilenstein im Bereich Vehicle-to-Grid (V2G) erreicht: Mehrere bidirektional angeschlossene Elektrofahrzeuge haben Strom in das öffentliche Netz zurückgespeist, der anschließend an der Strombörse gehandelt wurde. Das Besondere daran ist der reale Unternehmenskontext — kein Labor, sondern ein echter B2B-Flottenbetrieb.
Was bedeutet das für den deutschen Markt?
In Deutschland gewinnt die Diskussion um bidirektionales Laden zunehmend an Fahrt, auch regulatorisch. Das Enercity-Projekt liefert nun den ersten Beweis, dass eine Fahrzeugflotte als virtueller Speicher am Energiemarkt teilnehmen und dabei wirtschaftlich profitabel operieren kann. Für Flottenmanager, Stadtwerke und Energieversorger ist das ein starkes Signal.
Vergleichbare Ansätze werden auch in Österreich und der Schweiz diskutiert, wo die Energiewende auf ähnliche Speicherprobleme stößt. V2G könnte helfen, Lastspitzen abzufangen und erneuerbare Energien besser in das Netz zu integrieren — ganz ohne neue stationäre Batteriespeicher.
Das Projekt hat darüber hinaus Erlöse generiert, was die wirtschaftliche Tragfähigkeit des Modells unterstreicht. Damit rückt Vehicle-to-Grid vom Forschungsprojekt zur marktfähigen Lösung — ein entscheidender Schritt für die Energiewende im Mobilitätssektor.
Quelle: Germany: Enercity successfully sells electricity from EV batteries on the power market - Electrive (EN)· Basiert auf der Quelle, KI-gestütztes Rewriting.
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