Wärmepumpen gelten als zentrale Technologie für die Wärmewende in Deutschland und Österreich – doch zwischen theoretischer Effizienz und tatsächlichem Betrieb klafft oft eine erhebliche Lücke. Eine neue Studie im Fachjournal Nature analysiert, warum viele Anlagen ihr Potenzial nicht voll ausschöpfen und wie diesem Problem begegnet werden kann.
Die Autoren kommen zu dem Schluss, dass Hersteller eine aktivere Rolle in der Systemplanung übernehmen sollten. Konkret fordern sie eine breitere Bereitstellung von Simulationswerkzeugen, Komponentendaten und systemweiten Auslegungshilfen – zugeschnitten auf reale Gebäudebedingungen, wie unterschiedliche Dämmstandards oder vorhandene Heizkörper.
In Deutschland ist dies hochaktuell: Die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) subventioniert Wärmepumpen mit bis zu 70 % der Investitionskosten, doch eine falsch dimensionierte Anlage kann die Einsparungen erheblich schmälern. Fachbetriebe stehen vor der Herausforderung, Tausende von Sanierungen pro Jahr korrekt zu planen.
Die Studie plädiert für ein engeres Zusammenspiel zwischen Herstellern, Fachhandwerkern und Gebäudeeigentümern. Offene Daten und bessere Planungstools könnten die saisonale Effizienz (SCOP) spürbar steigern und die Akzeptanz der Technologie langfristig stärken.
Quelle: Towards optimal heat pump system design: with a little help from the manufacturers - Nature - Google News — Heat Pump· Basiert auf der Quelle, KI-gestütztes Rewriting.
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