Die EU-Kommission verschärft ihren Kurs gegenüber chinesischen Wechselrichterherstellern erheblich. Wie der Spiegel zuerst berichtete, sollen Projekte, die durch EU-Mittel – etwa der Europäischen Investitionsbank (EIB) oder des Europäischen Investitionsfonds (EIF) – finanziert werden, künftig keine Wechselrichter von sogenannten Hochrisiko-Anbietern mehr verwenden dürfen. Das betrifft in erster Linie marktführende chinesische Hersteller wie Huawei oder Sungrow, die auch in Deutschland und Österreich weit verbreitet sind.
Grundlage ist die Mitteilung der Kommission zur wirtschaftlichen Sicherheit der EU vom Dezember 2025, in der sechs prioritäre Risikobereiche definiert wurden. Die Risikoanalysen sehen konkrete Gefahren durch die gebündelte Abhängigkeit von Wechselrichtern eines einzigen Landes: Manipulation von Erzeugungsparametern, Störungen bei der Netzeinspeisung und unbefugter Zugriff auf Betriebsdaten könnten im Extremfall zu flächendeckenden Stromausfällen führen.
Mittelfristig soll der Cybersecurity Act den rechtlichen Rahmen schaffen, um Hochrisiko-Wechselrichter vollständig vom EU-Binnenmarkt auszuschließen. Da jedoch bereits heute konkrete Risiken bestehen, handelt die Kommission sofort: Mit eigens erarbeiteten Leitlinien soll der Einsatz von EU-Fördermitteln für Projekte mit solchen Geräten eingeschränkt werden. Für Deutschland und Österreich, wo Photovoltaik-Ausbauziele ambitioniert sind, könnte dies Auswirkungen auf künftige Projektplanungen haben.
Für laufende Vorhaben gilt eine Übergangslösung: Projekte, die bereits an das europäische Stromnetz angeschlossen sind oder werden sollen, können weiterhin EU-Förderung erhalten – vorausgesetzt, sie werden bis zum 1. Mai bei der Kommission gemeldet und bis zum 1. November zur Entscheidung vorgelegt. Alle neu startenden Projekte hingegen müssen Hochrisiko-Anbieter von vornherein ausschließen.
Quelle: EU-Kommission will chinesische Wechselrichter aus EU-geförderten Projekten drängen - PV Magazine Deutschland· Basiert auf der Quelle, KI-gestütztes Rewriting.
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