Das italienische ORC-Technologieunternehmen Turboden – eine Tochtergesellschaft von Mitsubishi Heavy Industries – hat mit dem US-amerikanischen Geothermie-Spezialisten Fervo Energy einen Dreijahresliefervertrag abgeschlossen. Die Vereinbarung umfasst ORC-Einheiten für insgesamt 35 sogenannte GeoBlocks im Bundesstaat Utah und entspricht einer installierten Leistung von 1.750 Megawatt.
Fervo Energy setzt auf sogenannte Enhanced Geothermal Systems (EGS) der nächsten Generation und nutzt dabei Horizontalbohrtechniken aus der Öl- und Gasindustrie, um Wärmequellen zu erschließen, die konventionellen Geothermieanlagen unzugänglich sind. Die ORC-Technik von Turboden wandelt diese Tiefenwärme effizient in elektrische Energie um – auch bei vergleichsweise niedrigen Temperaturen.
Ein zentrales Ziel des Deals ist die Verkürzung von Lieferkettenverzögerungen: Durch standardisierte Modulbauweise und eine mehrjährige Serienproduktion soll die Projektrealisierung erheblich beschleunigt werden. Das ist besonders relevant, da Netzbetreiber in Europa und den USA zunehmend regelbare, wetterunabhängige erneuerbare Kapazitäten neben Wind- und Solaranlagen suchen.
In Deutschland und Österreich gewinnt die Tiefengeothermie ebenfalls an Bedeutung – etwa in der Münchener Region für Fernwärme oder in zunehmend diskutierten Stromerzeugungsprojekten. Vorhaben in dieser Größenordnung aus den USA können als Blaupause dienen, wie sich Geothermie als Grundlasterneuerbare im industriellen Maßstab skalieren lässt.
Quelle: Fervo Energy and Turboden partner up for ORC supply to shorten lead times - Renewable Energy World· Basiert auf der Quelle, KI-gestütztes Rewriting.
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