Die Niederlande stehen vor einer der gravierendsten Verteilnetz-Krisen Europas. Liander und Enexis, die beiden größten niederländischen Verteilernetzbetreiber, haben ihre Kunden öffentlich aufgefordert, ihr Verhalten anzupassen. Laut Liander warten derzeit rund 7.300 Kunden auf einen leistungsstärkeren Stromanschluss – darunter viele, die eine Wärmepumpe oder eine Ladestation für ihr Elektroauto installieren möchten.
Was Netzbetreiber von PV-Besitzern verlangen
Enexis hat 2025 mit 1,9 Milliarden Euro einen Rekord in der Netzinfrastruktur aufgestellt und dabei 542 MW an zusätzlicher flexibler Kapazität freigesetzt – vergleichbar mit dem Jahresstromverbrauch einer Stadt wie Eindhoven. Zu den Maßnahmen gehören Flexibilitätsverträge, Engpassmanagement und Pilotprojekte zur zentralen Steuerung von Hybrid-Wärmepumpen, die die Abendspitze um 10 bis 25 Prozent reduziert haben. Auch öffentliche Ladesäulen werden zunehmend auf netzkonformes Laden ausgelegt.
Neue Prioritätsregeln ab Juli 2026
Für deutsche und österreichische Haushalte mit PV-Anlage, Wärmepumpe oder E-Auto ist das niederländische Beispiel ein Warnsignal: Die Netzengpässe, die in den Niederlanden bereits spürbar sind, könnten sich in ähnlicher Form auch hierzulande entwickeln. Smartes Eigenverbrauchsmanagement, nächtliches Laden und flexible Einspeisung werden auch in Deutschland zunehmend relevant.
Quelle: Niederländische Photovoltaik-Betreiber sollen zu Spitzenzeiten ihre Anlagen abschalten - PV Magazine Deutschland· Basiert auf der Quelle, KI-gestütztes Rewriting.
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