Eine neue Studie der Universität Neapel Federico II zeigt, dass die Gestehungskosten von Wasserstoff (LCOH) in Mittelmeerhäfen je nach Konfiguration stark variieren: Vollständig erneuerbare Systeme kommen auf 5,70–8,60 €/kg, während Hybridsysteme – also eine Kombination aus erneuerbarem Strom und Netzstrom – auf 2,50–13,00 €/kg kommen können. Die große Bandbreite bei Hybridsystemen erklärt sich durch unterschiedliche Strompreise und CO₂-Intensitäten der Netze vor Ort.
Solarenergie stellte sich als die verlässlichste Ressource heraus, mit Kapazitätsfaktoren zwischen 18,1 % und 24,4 % an allen untersuchten Standorten. Windenergie kann an bestimmten Standorten besser abschneiden und Werte nahe 30 % erreichen, ist aber stark standortabhängig. Wellenenergie wies an vielen Häfen sehr geringe Kapazitätsfaktoren auf, was ihre praktische Nutzbarkeit erheblich einschränkt.
Aus der Industrie gibt es ebenfalls Neuigkeiten: ITM Power hat eine strategische Kooperation mit Rheinmetall für das Giga PtX-Projekt geschlossen, das europaweit mehrere Hundert dezentrale Anlagen zur Produktion synthetischer Kraftstoffe für die NATO-Streitkräfte plant – jede mit bis zu 50 MW Elektrolysekapazität und einer Jahresproduktion von 5.000 bis 7.000 Tonnen E-Kraftstoff. Ceres hat zudem eine Festoxid-Elektrolyseurplattform vorgestellt, die bei 450–630 °C arbeitet und laut Hersteller rund 30 % effizienter ist als konventionelle Niedertemperatursysteme.
In Hamburg hat die Behörde für Umwelt, Klima, Energie und Agrarwirtschaft (BUKEA) dem Unternehmen MB Energy die Genehmigung erteilt, Deutschlands potenziell erstes großes Ammoniak-Importterminal im Hafen Hamburg mit einer geplanten Kapazität von 600.000 Tonnen pro Jahr zu errichten. Auf EU-Ebene veröffentlichte die Europäische Kommission die zweite Liste der Projekte von gemeinsamem Interesse (PCI/PMI) mit 235 Vorhaben – darunter 100 Wasserstoff- und Elektrolyseurprojekte.
Quelle: The Hydrogen Stream: Levelized cost of hydrogen at Mediterranean ports can be as low as €2.5/kg for hybrid systems - PV Magazine International· Basiert auf der Quelle, KI-gestütztes Rewriting.
Verwandte Artikel

Jackery Solardach & SolarVault 3: Heimspeicher mit integrierter PV
Jackery hat auf einer Medientour in Shenzhen sein Solar Roof und den SolarVault 3 Heimspeicher vorgestellt. Das integrierte System setzt auf maximalen Eigenverbrauch – genau das, worauf es für deutsche und österreichische Haushalte ankommt.

Ost-West-Dach: Wann schlägt es die Südausrichtung?
Südausrichtung gilt als Standard für Photovoltaik – doch ein Ost-West-Dach kann in vielen Haushalten gleichwertig oder sogar besser abschneiden. Der Schlüssel liegt im Eigenverbrauchsprofil und der richtigen Wechselrichtertechnik. Ein praxisnaher Überblick für Hausbesitzer.

Photovoltaik-Zubau Mai 2026: knapp 1336 MW in Deutschland
Die Bundesnetzagentur rechnet für Mai 2026 mit einem Photovoltaik-Zubau von rund 1336 MW – die kumulierte installierte Leistung nähert sich damit der 124-Gigawatt-Marke. Gleichzeitig wurde im Mai die Schwelle von sechs Millionen registrierten PV-Anlagen überschritten.

Solar + Speicher: Wie viel lässt sich wirklich sparen?
Eine Photovoltaikanlage mit Batteriespeicher kann die Stromrechnung eines Haushalts erheblich senken – doch wie viel Einsparung realistisch möglich ist, hängt von vielen Faktoren ab. Ein Überblick für Hauseigentümer.
Kommentare
0 KommentareSei der Erste, der kommentiert.
