Die Kombination aus Photovoltaikanlage und Luft-Wärmepumpe gilt als eine der vielversprechendsten Lösungen für Haushalte, die sich von Gas unabhängig machen und gleichzeitig die Stromkosten kontrollieren wollen. Das Grundprinzip ist einleuchtend: Die PV-Anlage produziert Strom, die Wärmepumpe nutzt diesen Strom, um ein Vielfaches an Wärmeenergie zu erzeugen. Doch der entscheidende Haken liegt in der Saisonalität: Im Winter, wenn die Heizlast am höchsten ist, liefern Solaranlagen in Mitteleuropa nur einen Bruchteil ihrer Sommerleistung.
Die saisonale Asymmetrie verstehen
Ein Heimspeicher kann helfen, den Tagesüberschuss aus der Mittagsstunden in den Abend zu verschieben – wenn die Wärmepumpe abends läuft. Für die saisonale Verlagerung vom Sommer in den Winter ist ein Hausakku jedoch nicht ausgelegt: Das ist mit heutiger Technologie auf Haushaltsebene wirtschaftlich nicht darstellbar. Wer also erwartet, dass der Batteriespeicher den Winterbedarf aus dem Sommerüberschuss deckt, sollte diese Erwartung korrigieren.
Wann rechnet sich die Kombination?
Planung und Dimensionierung
Die Einspeisevergütungen und Netzentgeltregelungen in Deutschland und Österreich unterliegen regelmäßigen Anpassungen. Seit der Absenkung der EEG-Vergütungssätze ist Eigenverbrauch wirtschaftlich noch attraktiver geworden als Einspeisung. Intelligente Steuerungssysteme, die die Wärmepumpe automatisch dann hochfahren, wenn die PV-Anlage produziert, sind daher eine sinnvolle Ergänzung – und mittlerweile bei vielen Wärmepumpenherstellern serienmäßig oder als Nachrüstoption verfügbar.
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