Das Recycling eines modernen, großformatigen Solarmoduls kostet in den USA zwischen 15 und 45 Dollar. Die Deponierung desselben Moduls schlägt dagegen mit nur 1 bis 5 Dollar zu Buche. Philip Kwong von der Universität Adelaide, Spezialist für die Wirtschaftlichkeit des PV-Recyclings, beschreibt diese Differenz in einer Studie im Fachmagazin Waste Management als das zentrale Problem der gesamten Branche. In Deutschland und Österreich sind die absoluten Beträge zwar anders, das strukturelle Missverhältnis jedoch vergleichbar.
Silber und Silizium: die entscheidenden Werttreiber
Die Dimension des nahenden Problems ist erheblich: Das IEA PVPS schätzt, dass das globale Volumen ausgedienter Module bis 2030 unter normalen Szenarien 1,7 Millionen Tonnen erreicht – bei vorzeitigem Ausfall sogar bis zu 8 Millionen Tonnen. Bis 2050 könnten es 60 Millionen Tonnen werden. Unternehmen wie Veolia (mit Anlagen in Frankreich und den USA), First Solar (für seine CdTe-Dünnschichtmodule) und Redwood Materials arbeiten an Lösungen, haben die Kostenlücke bei kristallinem Silizium im industriellen Maßstab jedoch noch nicht geschlossen.
Was bedeutet das für deutsche Haushalte und Installateure?
Kwong fordert verbindliche Rücknahmeprogramme, Deponiebeschränkungen, Materialrückgewinnungsstandards und Recyclingquoten für neue Module. Ohne solche Maßnahmen werde die Kostenlücke nicht geschlossen, bevor die große Abfallwelle der 2030er-Jahre einsetzt. 'Die Herausforderung liegt nicht in der Chemie oder der Technik', schreibt er. 'Sie liegt darin, dass heutige Solarmodule zu wenig Wert pro Masseeinheit enthalten.' Rentabilität sei möglich – aber nur, wenn der Gesamtwert des PV-Ökosystems am Ende der Lebensdauer konsequent erfasst werde.
Quelle: Das zentrale Problem beim Photovoltaik-Recycling: Die Kostenlücke zwischen Wiederverwertung und Entsorgung - PV Magazine Deutschland· Basiert auf der Quelle, KI-gestütztes Rewriting.
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