Als Plugsurfing 2012 in Berlin an den Start ging, war die Vision klar: eine einzige App für alle Ladestationen in Europa. Diese Idee war ihrer Zeit voraus und wurde zur Blaupause für zahlreiche Roaminganbieter, die seither auf den Markt kamen. Zwei Eigentümerwechsel später ist das Unternehmen weiterhin aktiv – und hat sich strategisch deutlich weiterentwickelt.
Das eigentliche Wachstumsfeld von Plugsurfing liegt heute im B2B-Bereich. White-Label-Applikationen und API-Schnittstellen, die Energieversorger, Flottenbetreiber oder Automobilhersteller unter eigenem Markennamen anbieten können, sind das Kerngeschäft. Für deutsche und österreichische Energieversorger, die ihren Kunden ein durchgängiges Ladenetz-Erlebnis bieten wollen, sind solche Lösungen besonders attraktiv.
Wilhelm Henriksson, Head of Networks, Strategy and BI bei Plugsurfing, bestätigte in einem aktuellen Gespräch: Das Unternehmen arbeitet an Abo-Modellen, die über mehrere CPOs hinweg funktionieren. Das bedeutet: E-Auto-Fahrer könnten künftig mit einem einzigen Monatsabo an Stationen verschiedener Betreiber laden – ähnlich wie beim Mobilfunk-Roaming, nur eben für die Ladeinfrastruktur.
Für den deutschen Markt wäre ein solches Modell ein echter Fortschritt. Wer heute öffentlich lädt, sieht sich oft mit einem Flickenteppich aus Apps, Tarifen und Anbietern konfrontiert. Ein CPO-übergreifendes Flat-Rate-Abo könnte die Nutzererfahrung erheblich vereinfachen – und könnte auch im Kontext der europäischen AFIR-Verordnung an Bedeutung gewinnen, die bis 2026 flächendeckende Ladeinfrastruktur vorschreibt.
Quelle: „Wir arbeiten an Abo-Angeboten über mehrere CPOs hinweg“ – Wilhelm Henriksson, Plugsurfing - Electrive (DE)· Basiert auf der Quelle, KI-gestütztes Rewriting.
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