Wisconsin hat eine neue Förderrunde im Rahmen des NEVI-Programms (National Electric Vehicle Infrastructure) eröffnet. Rund 40 Millionen Dollar – umgerechnet etwa 37 Millionen Euro – stehen für den Aufbau neuer Schnellladeinfrastruktur bereit. Der Staat hat das sogenannte Alternative Fuel Corridor-Netz entlang der wichtigsten Bundesstraßen bereits fertiggestellt.
Was steckt hinter dem NEVI-Programm?
Das NEVI-Programm wurde 2021 mit dem Bipartisan Infrastructure Law ins Leben gerufen und stellt landesweit über 5 Milliarden Dollar für den Aufbau eines flächendeckenden Ladenetzes bereit. Die ersten Förderrunden konzentrierten sich auf Hauptverkehrsachsen; spätere Runden – wie die aktuelle in Wisconsin – sollen Lücken in der Flächenversorgung schließen.
Relevanz für den deutschen und europäischen Kontext
In Deutschland und Österreich verfolgt die EU mit der AFIR-Verordnung ähnliche Ziele: Entlang des TEN-T-Netzes müssen bis 2025 bzw. 2030 Schnellladepunkte in definierten Abständen verfügbar sein. Auch hier geht die Diskussion zunehmend dahin, wie die Ladeinfrastruktur abseits der Autobahnen in ländliche Regionen gebracht werden kann.
Das Wisconsin-Modell zeigt, dass staatliche Förderung in Phasen – zuerst Korridore, dann Fläche – ein praktikabler Ansatz ist, der auch für europäische Förderprogramme als Blaupause dienen könnte.
Quelle: Wisconsin opens new NEVI funding round for EV charging expansion - Electrive (EN)· Basiert auf der Quelle, KI-gestütztes Rewriting.
Verwandte Artikel

Heimspeicher boomen – doch Australiens Verteilnetz hält nicht mit
Australiens staatliches Förderprogramm für Hausspeicher hat 10,7 GWh Speicherkapazität ans Netz gebracht, während die E-Auto-Verkäufe auf ein Sechstel aller Neuwagen gestiegen sind. Das eigentliche Problem liegt jetzt im Niederspannungsnetz: Es fehlen Echtzeitdaten und Prognosekapazität – eine Warnung, die auch für Deutschland und Österreich gilt.

Niederländische PV-Betreiber sollen Einspeisung in Spitzenzeiten drosseln
Die Niederlande kämpfen mit massiver Netzüberlastung: Die beiden größten Verteilernetzbetreiber Liander und Enexis bitten Photovoltaik-Betreiber, ihre Einspeisung in extremen Spitzenzeiten vorübergehend zu reduzieren – und stellen dafür Entschädigungen in Aussicht. Rund 7.300 Kunden warten auf leistungsstärkere Netzanschlüsse.

E-Auto-Ladeförderung für Mehrfamilienhäuser: Vorbild aus Kalifornien
Das kalifornische Gemeinschaftsenergieprogramm Santa Barbara Clean Energy bietet Mehrfamilienhäusern neue Fördermittel und technische Unterstützung für den Aufbau von E-Auto-Ladeinfrastruktur. Das Modell könnte auch für deutsche und österreichische Wohnungseigentümer und Vermieter als Inspiration dienen.

Washington State: 37 Mio. Dollar für flächendeckende E-Auto-Ladeinfrastruktur
Der US-Bundesstaat Washington investiert 37 Millionen Dollar in den Ausbau seines Ladenetzes für Elektroautos – mit Schwerpunkt auf ländlichen und unterversorgten Regionen. Das Programm ist Teil einer ambitionierten Strategie, bis 2030 ausschließlich emissionsfreie Neuwagen zuzulassen.
Kommentare
0 KommentareSei der Erste, der kommentiert.
