Aftermarket Matters hat seinen 2026er EV-Ladestation-Report veröffentlicht, der die öffentliche Ladeinfrastruktur der USA detailliert nach Bundesstaaten aufschlüsselt. Der Bericht zeigt, welche Regionen beim Ausbau der E-Mobilität-Infrastruktur führend sind und wo noch erheblicher Nachholbedarf besteht.
Das Ergebnis überrascht kaum: Küstenstaaten wie Kalifornien oder New York verfügen über ein deutlich dichteres Ladenetz als ländliche Gebiete im Inland. Diese Herausforderung kennen auch deutsche und österreichische E-Auto-Fahrer — trotz des Deutschlandnetzes und der AFIR-Verordnung der EU ist die Versorgung auf dem Land oft noch lückenhaft, während Autobahnen und Ballungsräume gut abgedeckt sind.
Die EU-AFIR-Verordnung schreibt vor, dass entlang der wichtigsten Verkehrskorridore bis 2025/2026 Mindestabstände zwischen öffentlichen Ladepunkten eingehalten werden müssen. Deutschland und Österreich sind hier vergleichsweise gut aufgestellt, doch auch hier gilt: Wer regelmäßig lange Strecken fährt oder in ländlichen Regionen wohnt, sollte die Ladeinfrastruktur bei der Fahrzeugwahl und Routenplanung sorgfältig berücksichtigen.
Der US-Report ist ein nützlicher Spiegel für die europäische Debatte: Der flächendeckende Ausbau des Ladenetzes bleibt eine der zentralen Voraussetzungen für den Erfolg der Elektromobilität. Investitionen in Ladeinfrastruktur sind daher nicht nur für Autohersteller, sondern auch für Energieversorger, Kommunen und private Investoren ein zunehmend attraktives Betätigungsfeld.
Quelle: The 2026 EV Charging Station Report: State-by-state breakdown - Aftermarket Matters - Google News — EV· Basiert auf der Quelle, KI-gestütztes Rewriting.
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