GPM Investments, einer der größten Convenience-Store- und Kraftstoffeinzelhändler in den USA, hat die Ausweitung seiner Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge bekannt gegeben. Das Unternehmen integriert E-Ladepunkte in bestehende Tankstellenstandorte und folgt damit einem Trend, der auch in Europa längst angekommen ist.
Das Konzept, klassische Tankstellen mit Schnellladestationen zu kombinieren, verfolgen in Deutschland und Österreich bereits Anbieter wie Aral (BP), Shell oder OMV. Kunden können ihr Fahrzeug laden, während sie Einkäufe erledigen oder eine Pause einlegen – ein Modell, das Ladezeiten wirtschaftlich sinnvoll überbrückt und den Umsatz im Shop steigert.
In der EU schreibt die AFIR-Verordnung (Alternative Fuels Infrastructure Regulation) vor, dass entlang der wichtigsten Fernstraßen in regelmäßigen Abständen öffentliche Schnellladepunkte verfügbar sein müssen. Tankstellenbetreiber, die frühzeitig investieren, sichern sich damit nicht nur Fördermittel, sondern auch einen strategischen Wettbewerbsvorteil.
Die Expansion von GPM Investments zeigt exemplarisch, wie sich der klassische Kraftstoffhandel im Zuge der Energiewende neu erfindet. Langfristig dürften Tankstellen, die nicht auf Elektromobilität setzen, einen wachsenden Teil ihrer Kundschaft verlieren – ein Signal, das auch für den deutschen Mittelstand im Tankstellengewerbe relevant ist.
Quelle: GPM Investments expands EV charging - C-Store Dive - Google News — EV· Basiert auf der Quelle, KI-gestütztes Rewriting.
Verwandte Artikel

Heimspeicher boomen – doch Australiens Verteilnetz hält nicht mit
Australiens staatliches Förderprogramm für Hausspeicher hat 10,7 GWh Speicherkapazität ans Netz gebracht, während die E-Auto-Verkäufe auf ein Sechstel aller Neuwagen gestiegen sind. Das eigentliche Problem liegt jetzt im Niederspannungsnetz: Es fehlen Echtzeitdaten und Prognosekapazität – eine Warnung, die auch für Deutschland und Österreich gilt.

Niederländische PV-Betreiber sollen Einspeisung in Spitzenzeiten drosseln
Die Niederlande kämpfen mit massiver Netzüberlastung: Die beiden größten Verteilernetzbetreiber Liander und Enexis bitten Photovoltaik-Betreiber, ihre Einspeisung in extremen Spitzenzeiten vorübergehend zu reduzieren – und stellen dafür Entschädigungen in Aussicht. Rund 7.300 Kunden warten auf leistungsstärkere Netzanschlüsse.

E-Auto-Ladeförderung für Mehrfamilienhäuser: Vorbild aus Kalifornien
Das kalifornische Gemeinschaftsenergieprogramm Santa Barbara Clean Energy bietet Mehrfamilienhäusern neue Fördermittel und technische Unterstützung für den Aufbau von E-Auto-Ladeinfrastruktur. Das Modell könnte auch für deutsche und österreichische Wohnungseigentümer und Vermieter als Inspiration dienen.

Washington State: 37 Mio. Dollar für flächendeckende E-Auto-Ladeinfrastruktur
Der US-Bundesstaat Washington investiert 37 Millionen Dollar in den Ausbau seines Ladenetzes für Elektroautos – mit Schwerpunkt auf ländlichen und unterversorgten Regionen. Das Programm ist Teil einer ambitionierten Strategie, bis 2030 ausschließlich emissionsfreie Neuwagen zuzulassen.
Kommentare
0 KommentareSei der Erste, der kommentiert.
