Greenlane, ein auf schwere Nutzfahrzeuge spezialisierter Ladenetzbetreiber, hat die Expansion seines Schnellladenetzes von Kalifornien nach Texas angekündigt. Ziel ist es, entlang eines der meistbefahrenen Frachtkorridore des Bundesstaates eine Ladeinfrastruktur bereitzustellen, die in Geschwindigkeit und Komfort mit dem Diesel-Tankstopp mithalten kann.
Für die Elektrifizierung des Schwerlastverkehrs ist ausreichende Ladeinfrastruktur auf wichtigen Logistikrouten entscheidend – genau hier setzt Greenlane an. Der Schritt nach Texas ist ein klares Signal, dass der Ausbau von Hochleistungsladepunkten für Elektro-Lkw in den USA Fahrt aufnimmt.
In einem aktuellen Podcast-Interview sprach der CEO von Greenlane über die Wachstumsstrategie, neue Geschäftsabschlüsse und die Vision eines flächendeckenden Schwerlast-Ladenetzes auf den US-amerikanischen Hauptfrachtachsen. Die technischen Anforderungen von Class-8-Trucks unterscheiden sich erheblich von denen der Pkw – höhere Ladeleistung und längere Ladezeiten sind die Norm.
In Europa verfolgt die EU mit der AFIR-Verordnung (Alternative Fuels Infrastructure Regulation) ähnliche Ziele: Entlang des TEN-T-Kernnetzes müssen bis 2025 bzw. 2030 Ladepunkte für schwere Nutzfahrzeuge in festgelegten Abständen bereitstehen. Deutsche und österreichische Flottenbetreiber beobachten solche US-Entwicklungen aufmerksam, da sie Hinweise auf skalierbare Geschäftsmodelle für die eigene Markttransformation liefern.
Quelle: REALLY Quick Charge: Greenlane CEO talks expansion, deals, and more - Electrek· Basiert auf der Quelle, KI-gestütztes Rewriting.
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